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Altstadt

2026

Unsere Altstadt ist wunderschön und der Identifikationsfaktor für die Bürger*innen aus der Stadt, aus der Region, aber auch für hunderttausende von Menschen, die unsere wunderschöne Stadt besuchen. Deshalb muss der Charme der Altstadt erhalten bleiben, was aber nur gelingt, wenn sie als moderner Lebens-, Arbeits-, Freizeit- und Einzelhandelsstandort lebt. Nur diese Mischung wird dazu führen, unsere Altstadt auf Dauer so lebens- und liebenswert zu erhalten. Insbesondere vor dem Hintergrund von Entwicklungen im Einzelhandel, vor allem dem Onlinehandel, ist der Standort Altstadt sehr sensibel und mit Weitsicht zu behandeln und jede Veränderung muss im größtmöglichen Konsens mit Bewohner*innen sowie Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern erfolgen.

was wir
schon
erreicht
haben

Unter Joachim Wolbergs als Oberbürgermeister war die Altstadt Chefsache. Regelmäßige Besuche von Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern, die Einführung des „Runden Tisches Altstadt“, aber auch Gespräche mit Eigentümer*innen, Bewohner*innen sowie Mieter*innen haben dazu geführt, sinnvolle Entscheidungen zu fällen. Die Altstadt wurde auch weiter verkehrsberuhigt und mit dem Ende des Ausbaus der Wahlenstraße ist deutlich geworden, wie man eine historische Altstadt weiterentwickeln. Auch der Beginn der Maßnahmen zum Umbau und zur Neugestaltung der Fußgängerzone geht zurück auf die Amtszeit von Joachim Wolbergs zurück. Er hat dafür gesorgt, dass es mit der „Faszination Altstadt“ einen zentralen Ansprechpartner der Stadt für den Bereich des Einzelhandels gibt. Und klare Aufgabenstellungen haben zur Attraktivitätssteigerung geführt, wie beispielsweise mit Straßenfesten oder der Einführung des Altstadtzehners Attraktivitätssteigerungen gegeben hat.

In laufenden Stadtratsperiode konnte durch unsere Initiative erreicht werden, dass bei den Automatenläden, die wir am liebsten komplett abschaffen würden, der Freistaat Bayern den Kommunen eine Kürzung der Öffnungszeiten zugesteht, von der die Stadt nun auch Gebrauch macht. Aber es muss noch deutlich mehr geschehen.

Deshalb wollen wir:

  • die Wiederbelebung des „Runden Tisches Altstadt“ und den permanenten Dialog des Oberbürgermeisters mit allen Akteuren eines funktionierenden Innenstadtlebens.
  • die Erreichbarkeit der Altstadt auch weiterhin erhalten, durch den Ausbau von Zubringerangeboten im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs, aber auch durch den Einsatz von beispielsweise Elektrotaxis, die den Dultplatz und den Parkplatz am Unteren Wöhrd an die Innenstadt anbinden.
  • eine Weiterentwicklung des gesamten Lieferverkehrs in die Altstadt, auch unter Zuhilfenahme neuer Logistiklösung im Bereich der Elektromobilität.
  • sofortige „Poller“-Lösungen, z.B. in der Gesandtenstraße (Höhe Zacharias), an der Zufahrt zum Kohlenmarkt und an der Abfahrtsrampe zur Schiffsanlegestelle vor dem Museum der Bayerische Geschichte, um den Durchgangs- bzw. Zubringerverkehr zeitlich klar einzuschränken.
  • in Kooperation mit der Kultur -und Kreativwirtschaft auftretende Leerstände sofort und auch über einen längeren Zeitraum bespielen. Dafür werden wir ein Förderprogramm entwickeln, um insbesondere Start-Ups und neue Ideengeber im Bereich des Einzelhandels mit Mietförderungen an den Standort Altstadt zu binden.
  • in zügigen und klaren Verhandlungen mit den Eigentümern des früheren Kaufhofgebäudes und des Platzes dafür sorgen, dass es schnell zu einer Wiederbelebung des Gebäudes kommt und dabei Frequenzbringer für die Altstadt besonders im Fokus stehen müssen.
  • auch in Zukunft Behörden in die Regensburger Altstadt zurückverlagern. So soll im ehemaligen Evangelischen Krankenhaus ein drittes Rathaus für die Stadtverwaltung entstehen, zusammen mit Einzelhandels- und Gastronomieangeboten im Erdgeschoss und gegebenenfalls Angeboten für Vereine und Verbände. Eine Realisierung eines dritten Rathauses an dem Standort Greflingerstraße (Verwaltungsbestandsgebäude der REWAG) lehnen wir ab, weil dort Wohnungen entstehen müssen.
  • die Freimachung der Regensburger Altstadt vom motorisierten Individualverkehr bis spätestens 2035 durch Maßnahmen erreichen, die mit den Akteuren im Rahmen eines Gesamtkonzeptes besprochen und entschieden werden. Hierzu sind insbesondere die Maßnahmen im Kapitel Verkehr und Mobilität zu nennen.
  • die Maximilianstraße sofort mit Projekten aus dem Bereich Kunst im öffentlichen Raum aufwerten und dauerhaft ein Konzept zur deren Neugestaltung auf den Weg bringen.
  • mit dem Peterskirchlein ein soziokulturelles Zentrum schaffen.
  • dass der Ernst-Reuter-Platz, der vorübergehend als Busdrehscheibe dienen soll, auf Dauer ein öffentlicher Raum bleibt, also dort eine öffentliche Infrastruktureinrichtung entsteht, die für alle zugänglich ist. Hierzu wollen wir in einem Dialog mit den Bürger*innen Vorschläge erarbeiten. Eine Privatisierung dieses Raums schließen wir aus.
  • die eigentliche Busdrehscheibe soll langfristig in einer Überbauung der Gleisanlagen des Bahnhofes untergebracht werden.
  • schnell einen Umbau der Obermünsterstraße nach dem Vorbild des Umbaus der Wahlenstraße.
  • mittelfristig einen Umbau und eine Neugestaltung des Arnulfsplatzes, des alten Kornmarktes und des Emmeramsplatzes.
  • die Lebens- und Freizeit-Kultur in der Regensburger Innenstadt erhalten, die Altstadt-Sondernutzungssatzung überarbeiten, um flexiblere Gestaltungsspielräume zu generieren, aber auch die Freisitzmöglichkeiten wenigstens in den Sommermonaten verbessern und die Aufenthaltszeiten verlängern.
  • mit einem Marktkonzept und dessen Umsetzung für zusätzliche Attraktivität und Frequenz in der Altstadt sorgen. Wir wollen kurzfristig einen Tagesmarkt am Neupfarrplatz etablieren.
  • neue und qualitätsvolle Bespielungen der öffentlichen Plätze, auch und gerade mit modernen und zeitgenössischen Kunst- und Kulturangeboten.
  • im regelmäßigen Dialog mit den Eigentümern von Gebäuden in der Regensburger Altstadt für verträgliche Mieten für den Einzelhandel werben.
  • mehr Angebote für Kinder (Flohmärkte, etc.)
  • endlich und sofort für mehr öffentlich zugängliche und vor allem funktionierende WC-Anlagen sorgen.