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Bildung

2026

Das Thema Bildung und Betreuung in jedem Alter hat für uns eine ganz zentrale Bedeutung, weil es um die Schaffung von Chancen von Kindern und jungen Menschen geht, die im Zweifelsfall über deren weiteres Leben entscheiden. Vor dem Hintergrund, dass die Stadt in den meisten Fällen lediglich Sachaufwandsträger ist, wird oft vergessen, welche Möglichkeiten selbst damit einhergehen, gute und gerechte Ausgangschancen für junge Menschen zu schaffen. 

Umso mehr gilt dies in den Bereichen, in denen wir selbst als Schulträger auch für die Inhalte und das Lehrpersonal zuständig sind, also beispielsweise bei den beruflichen Schulen oder auch beim Von-Müller-Gymnasium. Im Bereich der Schullandschaft gibt es einen großen Investitionsstau und das Wachstum der Stadt sorgt dafür, dass wir auch fortwährend über Schulneubauten nachdenken müssen. Analoges gilt für den Bereich von Betreuungsangeboten für Kinder im Alter von einem bis drei Jahren und für das Kindergartenalter. Hinzu kommen in diesem Bereich die Schwierigkeiten, geeignetes Fachpersonal zu bekommen. Im Bereich der Bildungsangebote durch unsere Stadtbüchereien bzw. Stadtteilbüchereien und die Volkshochschule und freie Bildungsträger sind wir bestens aufgestellt.

was wir
schon
erreicht
haben

In der Amtszeit von Joachim Wolbergs wurden die Themen Bildung, Sport und Freizeit in einem eigenen Referat angesiedelt. So ist es gelungen, erstmalig einen Schulentwicklungsplan auf den Weg zu bringen, der diesen Namen auch verdient. Mit schnellen Entscheidungen wurden Engpässe behoben. Mit Containern beispielsweise konnte der Engpass an der Realschule am Judenstein kurzfristig behoben werden, mit dem Neubau einer der größten Grundschulen in Regensburg, der Schule an der Prüfeninger Straße (altes Jahnstadion) hat die Kreuzschule eine neue Heimat bekommen und das dort gewachsene Dörnbergquartier ein Angebot an Grundschulplätzen. Mit der Verlagerung der Grundschule dorthin konnte sichergestellt werden, dass die Realschule am Judenstein deutlich an Platz gewonnen hat. Mit einer neuen Stadtteilbücherei und einem VHS-Angebot am nördlichen Rübenhof (Nahversorgungszentrum Candis) wurde das Angebot an Stadtteilbüchereien noch ausgebaut. 

Bereits in seiner Zeit als Bürgermeister und Sozialreferent hat Joachim Wolbergs dafür gesorgt, dass es an allen Grund-, Haupt-, Mittel- und Förderschulen, ja sogar an den beiden Realschulen heute ein/e Jugendsozialarbeiter*in als verlängerten Arm der Jugendhilfe gibt. So war es möglich, die Lebenssituation von ganz vielen jungen Menschen deutlich zu verbessern. Dies gilt es zu sichern und weiter auszubauen.

Deshalb wollen wir:

  • die konsequente Fortführung und Schwerpunktsetzung im Bereich der Investitionen von Schulbauten und Sanierungsmaßnahmen in diesem Bereich.
  • die regelmäßige Fortschreibung des 10-Jahres Schul- und Kitaentwicklungsplanes und in Ableitung daraus Anpassungen in der Investitionsplanung.
  • die Entwicklung einer neuen Achse für Schul-, Sport- und Freizeiteinrichtungen südlich der Franz- Josef-Strauß-Allee zwischen dem Unterislinger Weg und der Galgenbergstraße.
  • einen Neubau der Berufsschule III bis Ende 2032 und damit die Freimachung des Geländes der Bestandsschule an der Prüfeninger Straße für Wohnraum.
  • den notwendigen Neubau einer Grundschule ebenfalls südlich der Franz-Josef-Strauß Allee prüfen, statt einem Neubau in Neuprüll, um dort Wohnbebauung zu realisieren.
  • den städtischen Ankauf der Gebäude des ehemaligen Klosters St. Fidelis, damit vor Ort das Bildungsensemble rund um das Goethe-Gymnasium ergänzt und erhalten werden kann.
  • die stärkere Öffnung aller Schulen für multifunktionale Teams und Angebote von Vereinen und Verbänden.
  • den konsequenten Ausbau und die qualitative Weiterentwicklung sämtlicher Kinderbetreuungsangebote von Ein- bis Sechsjährigen sowie der Hort- und Mittagsbetreuungsangebote an den Schulen.
  • mehr Fachpersonal in Kitas zur Förderung zur Unterstützung von Kindern mit erhöhtem oder besonderem Förderbedarf.
  • möglichst viele Angebote mit flexiblen Öffnungszeiten, zusätzliche Angebote für die Ferien schaffen und Betreuungsschlüssel verbessern.
  • Integrationsbemühungen für Menschen mit Migrationshintergrund verstärken und zusätzlich inklusive Angebote schaffen.
  • die Hinwirkung auf inhaltliche Veränderungen an den Mittelschulen zu gebundenen Ganztagsschulen in diesem Schulzweig.
  • die Schaffung einer Stelle zur Koordinierung von schulartenübergreifenden Angeboten (z.B. „Schüler helfen Schülern“).
  • die Mitwirkung und den Ausbau von internationalen Schüleraustauschmaßnahmen zwischen städtischen, staatlichen und privaten Schulen und Schulen im Ausland, insbesondere in den Partnerstädten.
  • Maßnahmen, die der Wertschätzung von Lehr- und Betreuungsberufen dienen, verbunden mit speziellen Anreizen.
  • die sachgerechte und moderne Ausstattung unserer Beruflichen Schulen, um die duale Berufsausbildung auf diesem Wege weiterhin attraktiv zu erhalten.
  • den weiteren Ausbau von Stadtteilbüchereien und Angeboten durch einen zu schaffenden Büchereibus sowie durch den Ausbau von Angeboten der Volkshochschule in neu entstehenden Quartieren oder Stadtteilen.
  • die Zusammenarbeit mit der Universität und der Ostbayerischen Technischen Hochschule weiter intensivieren und ausbauen, um neben den bereits erwähnten Technologie-Potenzialen auch Potenziale beispielsweise im Bereich der Geisteswissenschaften zu heben.
  • verstärkte Kooperation auch mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen.
  • den weiteren Ausbau der Jugendsozialarbeit an Schulen, auch an Gymnasien.