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Kultur

2026

Kultur ist mehr als Kunst. Kultur macht das Leben bunt und interessant. Kultur sorgt für eine eigene Identität und ist Seismograph auch und gerade für eine Stadtgesellschaft. Kulturelle Vielfalt hat große Bedeutung für die Attraktivität und die Lebensqualität einer Stadt. Sie ist kein sogenannter weicher Standortfaktor, sondern von zentraler Bedeutung für eine offene, tolerante, kritische, aber auch solidarische Stadtgesellschaft. Sie ist sachlich und emotional, sie öffnet Türen, sie sorgt für Verständnis, sie macht klug und fantasievoll, sie führt zueinander, ermöglicht den Diskurs und den Dialog und sie macht oft einfach Spaß. Kultur ist also wie das Leben und das Leben ist ohne Kultur in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen nicht vorstellbar.

was wir
schon
erreicht
haben

Für Joachim Wolbergs hatte dieses Handlungsfeld immer eine ganz besondere Bedeutung, auch vor dem Hintergrund seines beruflichen Werdegangs. Er hat in allen Bereichen dafür gesorgt, das reiche Kulturangebot in Regensburg zu erhalten und weiterzuentwickeln und dabei besondere Schwerpunktsetzungen im Bereich der zeitgenössischen Kunst und Kultur vorgenommen, um Neues zu ermöglichen. Er hat beim Theater für eine bessere Bezahlung der Schauspieler*innen gesorgt. Er hat mit mehr Personal und mehr Geld bei der Sing- und Musikschule dafür gesorgt, dass es heute fast keine Wartelisten mehr gibt und dass die musische Bildung von Kindern nicht von den Vermögensverhältnissen der Eltern abhängig ist. Er hat dafür gesorgt, dass die freie Szene heute eine höhere Förderung erfährt als früher. Joachim Wolbergs hat mit der deutlichen Erhöhung des kulturellen Verfügungsfonds dafür gesorgt, dass mehr Projekte unterstützt werden konnten. Er hat die Erarbeitung eines Konzepts zur Gedenkkultur in Regensburg auf den Weg gebracht und es ist seiner Initiative und seinem Engagement zu verdanken, dass es bei verschiedenen Veranstaltungen heute ein gemeinsames Gedenken in Regensburg gibt. Diesen Weg gehen wir weiter, weil Kulturpolitik bleibt Daueraufgabe.

Deshalb wollen wir:

  • das reiche Kulturangebot in Regensburg erhalten und weiterentwickeln.
  • neue Schwerpunktsetzungen im Bereich der zeitgenössischen Kunst und Kultur vornehmen.
  • für kulturelle Angebote in den Stadtteilen sorgen, auch unter Gesichtspunkten einer eigenen Quartiers- oder Stadtteilidentität.
  • unser eigenes Theater erhalten, gut ausstatten und das Personal vernünftig bezahlen.
  • den sofortigen Beginn der Sanierungsarbeiten im Velodrom auf der Grundlage der vorgestellten Planungen, auch und gerade um dem zukünftigen Staatstheater Rechnung tragen zu können.
  • das M26 dauerhaft verstetigen.
  • die Sing- und Musikschule immer weiter stärken. Räumlich, mit Personal und natürlich auch ideell.
  • die Ausweitung der Angebote der Sing- und Musikschule auch für andere (z.B. Senior*innen) prüfen.
  • die Erarbeitung eines neuen Museumskonzepts für die gesamte Stadt unter Einbeziehung aller städtischen Museen, des Museums der Bayerischen Geschichte, aber auch von privaten Museumsangeboten.
  • die Neukonzeption des Kulturzentrums Leerer Beutel unter selbstständiger Federführung der dortigen Akteure. Wir wollen hier ein Literaturcafe und ein niedrigschwelliges gastronomisches Angebot.
  • die weitere hohe Förderung der freien Szene und die Beachtung dessen, auch dort für Planungssicherheit zu sorgen.
  • eine weitere Erhöhung des kulturellen Verfügungsfonds des Kulturreferenten zur besseren Projektförderung.
  • Projekte unterstützen, die der kulturellen und kreativen Bildung von Kindern und Jugendlichen dienen.
  • Netzwerkangebote zwischen den Kulturtreibenden organisieren und koordinieren.
  • zusätzliche Raumangebote (z.B. Nutzung von Leerständen) sowie Auftritts- und Ausstellungsmöglichkeiten schaffen.
  • die Schaffung eines Tanzzentrums.
  • langfristig auch die Berücksichtigung kultureller Interessen bei der Neukonzeption des Ernst-Reuter-Platzes.
  • eine Neukonzeption und Planung von Konzert- und Kongressräumen ggf. auch im ehemaligen Kaufhofgebäude.
  • die Schaffung einer Halle für Künstler*innen mit einer Kapazität von bis zu 1000 Besuchern. Ggf. durch Nutzbarmachung einer alten Industriehalle.
  • Kulturprojekte und –veranstaltungen im ehemaligen Kaufhofgebäude verorten. Nach Möglichkeit auch schon in Form von Zwischennutzungen.
  • stärkere Sichtbarkeit von Veranstaltungen durch ein Kulturweg-Leitsystem, gemeinsame Werbeplattformen, synchronisiert Veranstaltungskalender, etc..
  • eigene Räume für die unterschiedlichsten Formen der Erinnerungskultur etablieren.
  • ein klares Vorgehen beim Umbenennen von Straßennamen. Straßen mit Namen von Personen, denen klar ein Hintergrund aus der NS-Zeit zuzordnen ist, werden umbenannt.