Wir sind eine offene Stadt und wir wollen das weiterhin bleiben. Wir sind international und freuen uns über Mitbürger*innen aus anderen Ländern. Sie bereichern uns und unsere Gesellschaft ungemein. Für uns ist Integration und internationales Zusammenleben keine Gefahr oder Herausforderung, sondern im Gegenteil - eine Chance. Etwa ein Drittel der Regensburger*innen haben einen Migrationshintergrund, mehr als die Hälfte davon sind deutsche Stattsbürger*innen. Aber auch in diesem Bereich hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Die Welt ist brutaler geworden und es gibt scheinbar keine Tabus mehr. Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Hetze treten zunehmend offen zutage und entladen sich in Gewalt – nicht selten geschürt von einer politischen Partei, die sich zum Ziel setzt, durch das Schüren von Ängsten und Ressentiments für sich politisches Kapital zu schlagen.
Wir werden unsere ausländischen Mitbürger*innen, unsere Mitbürger*innen jüdischen Glaubens und alle Menschen mit Migrationshintergrund in besonderer Weise schützen. Sie gehören zu uns und wir sind froh, dass sie da sind. Wir wenden uns mit aller Entschiedenheit gegen Hetze und Ausländerfeindlichkeit, gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus und gegen jede Form von Ausgrenzung und Gewalt.
Eine internationale Stadt zu sein und in Menschen, die aus einem anderen Land kommen, immer eine Bereicherung zu sehen, war ein besonderes Merkmal der Politik von Joachim Wolbergs. Und zwar immer auch versehen mit klarer Sprache und klaren Bekenntnissen. Er hat sich über die zunehmende Zahl von Flüchtlingen, die es ab dem Jahr 2015 aufzunehmen galt, gefreut, sie herzlich als Mitbürger*innen willkommen geheißen und alles dafür getan, dass sie hier in Sicherheit sind und es ihnen möglichst gut geht. „Die Menschenwürde ist unantastbar“ – das nicht nur zu proklamieren, sondern jeden Tag zu leben, ist keine hoheitliche kommunale Aufgabe, aber eine der wichtigsten schlechthin. Mit der Auflösung des klassischen Ausländer- und Aussiedlerbeirats und der Schaffung eines gewählten Integrationsbeirates hat Joachim Wolbergs den Integrationsbemühungen der Stadt in besonderer Weise Rechnung getragen. Auch die Schaffung eines neuen Amtes für Migration und Integration und die direkte Zuordnung zum Oberbürgermeister haben deutlich gemacht, wie wichtig ihm das Thema ist.
Auch ihm ist es zu verdanken, dass die jüdische Gemeinde in Regensburg heute mit einem neuen jüdischen Gemeindezentrum und einer neuen Synagoge in Ansätzen das zurückbekommen hat, was die Regensburgerinnen und Regensburger ihr brutal in der Reichspogromnacht 1938 entrissen hatten. Joachim Wolbergs hat dafür gesorgt, dass die Stadt Regensburg 2 Millionen Euro für die Wiedererrichtung zur Verfügung gestellt hat und er hat mit seiner Person dazu beigetragen, dass diese Synagoge nicht nur ein Vorhaben der jüdischen Gemeinde selbst, sondern eines der gesamten Stadtgesellschaft wurde. Trotz vieler Erfolge bleibt das Thema Integration und friedliches Zusammenleben eine Daueraufgabe.