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Umwelt und Klima

2026

Immer wieder wird uns vor allem von vielen ehrenamtlichen Organisationen die Verantwortung für den Klimaschutz vor Augen geführt. Diese Initiativen sind wichtig, denn in der allgemeinen Debatte um den Klimaschutz sind wir alle gefordert und haben die Verantwortung für unsere Kinder und nachfolgende Generationen. Zudem schwindet zunehmend die Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern, Klimaziele konsequent zu definieren und damit Maßnahmen umzusetzen. Auch bundespolitisch und im Land wird versucht die definierten Umsetzungszeiträume aufzuweichen. Wir alle, ob als Privatpersonen oder als Politiker*innen in Verantwortung für die Allgemeinheit, müssen das Thema Umwelt- und Klimaschutz in den nächsten Jahren an erster Stelle positionieren, um unsere Welt und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten, weil alle anderen Ideen und Vorstellungen sonst nur Makulatur sind, weil wir uns selber vernichten und abschaffen. Dabei dürfen Ökologie und Klimabewusstsein nicht im Gegensatz zu wirtschaftlichem Handeln und sozialer Gerechtigkeit verstanden werden. Ganz im Gegenteil, sie müssen sich gegenseitig bedingen.

was wir
schon
erreicht
haben

Viel ist in diesem Zusammenhang auch in Regensburg erreicht worden. Im Bereich der Mobilität mit der Stärkung des Radverkehrs, des öffentlichen Personennahverkehrs und dem Ausbau von Elektromobilitätsbemühungen. Mit der Schaffung der Umweltzone und mit zahlreichen Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienz, der Energieeinsparung und der Umstellung auf erneuerbare Energien, insbesondere bei der REWAG. Aber es muss deutlich mehr passieren und wir dürfen dabei nicht nur auf andere verweisen, sondern müssen selbst handeln und zwar in allen Bereichen. Es muss überall eine Art Umwelt- und Klimavorbehalt geben.

Deshalb wollen wir:

  • die konsequente Umsetzung des Leitbildes „Energie und Klima“.
  • keine Aufweichung der Ziele im Green Deal, jedoch auch kein rein ideologisches Handeln.
  • Konsequente Umsetzung des Energieareals Ost.
  • die Einführung eines regionalen Klimarates mit Experten in Kooperation mit dem Landkreis zur Beratung der Spitzen der Stadt und des Landkreises sowie der Beschlussgremien.
  • mehr Photovoltaik und Solarthermie in der ganzen Stadt zulassen und unterstützen, auch und gerade auf städtischen Gebäuden.
  • das Förderprogramm „Regensburg resilient“ weiter ausbauen, Stadtbegrünung und Flächenentsiegelung voran zu bringen.
  • die REWAG weiter zum zentralen Motor von erneuerbaren Energien und dezentraler Energieversorgung ausbauen.
  • die Umsetzung der in diesem Jahr erwarteten kommunalen Wärmeplanung, Fernwärme da, wo es sinnvoll ist.
  • den Ausbau von Wärmepumpenanlagen in Neubaugebieten.
  • Nahwärmenetze in Quartieren fördern.
  • den städtischen Fuhrpark weiterhin stufenweise auf E-Mobilität umstellen.
  • E-Mobilität in allen Bereichen mit städtischen Förderprogrammen unterlegen.
  • mehr Stadtgärten ermöglichen und Projekte des „Urban Gardening“ fördern.
  • den intensiven Ausbau der Begrünung von Dachflächen, Fassaden, von Plätzen und Freiflächen.
  • bei allen städtischen Bauvorhaben die konsequente Umsetzung einer ökologischen Bauweise (Baustoffe, Energiekonzepte).
  • die Forcierung von Bauten in Holzbauweise.
  • mehr Grün in der Stadt, aber auch Wasserläufe wieder an die Oberfläche holen und Brunnen schaffen bzw. wieder in Betrieb setzen. 
  • mehr Trinkwasserstationen im öffentlichen Raum.
  • das Gartenamt stärken, auch um für weitere Begrünungen und das zusätzliche Pflanzen von Bäumen zu sorgen. Ein System von Baumpaten einführen.
  • ein Konzept gegen die „Lichtverschmutzung“ entwickeln und stufenweise umsetzen.
  • bei Neubaugebieten auf ausreichend großzügige Grünbereiche achten.
  • die Flussufer als innerstädtische Erholungsgebiete sichern und naturnah weiter ausbauen.
  • den Erhalt der vorhandenen und die Sicherung weiterer Trinkwasserschutzgebiete forcieren.
  • die Verwendung von Feuerwerkskörpern an Silvester in der Altstadt komplett verbieten und in Kooperation mit der Bürgerschaft ein Gemeinschaftsprojekt auf den Weg bringen, auch andernorts in der Stadt auf die „Böllerei“ zu verzichten und stattdessen gemeinsam mit Künstler*innen eine Lichtinstallation für die gesamte Stadt zu inszenieren.
  • den Dialog mit Initiativen, wie „Fridays for Future“, „Clean Up“, „Transition Town“, etc. intensivieren
  • Stärkung und weiteren Ausbau der Energieagentur und ihrer Angebote.
  • kein Bahn-Abstellgleis auf dem Gelände der Kleingartenanlage in Regensburg-Prüfening.