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Verwaltung

2026

Unsere Verwaltung ist stark und leistungsfähig. Wir haben in der Stadtverwaltung sehr engagierte Mitarbeiter*innen, die sich darum kümmern, das Leben und das Zusammenleben in dieser Stadt zu organisieren. Die Verwaltung ist aber kein Unternehmen, wie viele meinen, sondern im Kern dafür zuständig, durch hoheitliche und freiwillige Aufgaben gutes Leben in dieser Stadt zu ermöglichen und zu organisieren. Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass eine Stadtverwaltung nicht immer mit einer Sprache sprechen kann, weil es zwischen den Dienststellen oft unterschiedliche Auffassungen geben muss. Insbesondere vor diesem Hintergrund spielt ein durch Wahl legitimierter politischer Chef der Verwaltung eine besondere Rolle, weil er derjenige ist, der im Rahmen von Abwägungsspielräumen diese Verwaltung führen muss. Dabei geht es nicht nur um die Kontrolle rechtmäßigen und effizienten Handelns, sondern auch um die Vorbereitung und Durchführung kommunalpolitischer Ziele und Maßnahmen.

was wir
schon
erreicht
haben

Joachim Wolbergs hat damals diese Verwaltung in besonderer Weise geführt. Er hat das Tarifsystem ausgestaltet, um Spielräume hin zu besserer Bezahlung zu nutzen, insbesondere für diejenigen, die zu den niedrigen Eingruppierungstarifen gehörten. Er hat viele sachgrundlose Befristungen beendet und damit begonnen, erstmalig eine Personalentwicklung bei der Stadt auf den Weg zu bringen, die vor dem Hintergrund einer gewachsenen Stadt auch zu deutlichen Personalmehrungen, insbesondere im sozialen Bereich, geführt hat. Eine wachsende Stadt und eine Stadt, deren finanzieller Spielraum dazu führt, wirklich gestalten zu können, braucht dafür ausreichend Personal. Joachim Wolbergs hat stets versucht, die Stadt kollegial zu führen und viele mitzunehmen. Aber er hat vor allem am Ende des Tages auch Entscheidungen getroffen und diese Stadt nicht nur verwaltet. Klar ist aber auch, dass unser Verwaltungshaushalt finanziell keine Spielräum mehr lässt und deshalb ist beim Personalaufbau mit besonderer Vorsicht vorzugehen. Sparen beim Personal lässt sich aber nur, wenn man eigene Aufgaben und Angebote reduziert. Das hat in manchen Bereichen aber auch mit Einschränkungen für die Bürger*innen zu tun. Hierüber wollen wir einen Dialog anstoßen und dann zügig Entscheidungen treffen.

Deshalb wollen wir:

  • eine Fortführung der begonnenen Personalentwicklung und deren Fortschreibung.
  • mehr Frauen in Führungspositionen und Quotenregelungen bei Aufsichts- und Verwaltungsräten der städtischen Tochterunternehmen.
  • Neueinstellungen in all den Bereichen, die dem Wachstum der Stadt geschuldet sind und Chancen für die Menschen ermöglichen.
  • keine sachgrundlosen Befristungen mehr.
  • die Ausschöpfung der Möglichkeiten des Tarifsystems hin zu besserer Bezahlung, wo der Tarifvertrag dies ermöglicht.
  • eine Wertschätzungskampagne in Bezug auf die Arbeit der gesamten Verwaltung, und vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber, die die ganz besonderen Leistungsträger dieser Stadt sind.
  • Belegungsrechte für städtische Beschäftigte bei der Stadtbau sichern und deren Vergabe an die unteren Lohngruppen nach sozialen Kriterien.
  • die intensive Begleitung der Tochtergesellschaften und Führung derselben hin zu sicherer und zukunftsorientierter Arbeit
  • neue und ausgebaute Angebote im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements.
  • die Förderung von Gemeinschaftsaktivitäten, die der Zugehörigkeit zur Verwaltung, aber auch der Entwicklung von neuen, eigenen Ideen dienen und ordentliche Bezahlung.
  • weiterhin unserer Verantwortung als Ausbilder von jungen Menschen gerecht werden, auch und gerade, um den eigenen Nachwuchs zu rekrutieren.
  • einen dramatisch verstärkten Ausbau von Angeboten im Bereich E-Government.
  • eine Gesamtphilosophie der Verwaltung, sich als „Ermöglicher“ und „Gestalter“ und nicht als „Verhinderer“ zu sehen.
  • eine Aufgabenkritik innerhalb der Verwaltung, die diesen Namen verdient und im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern u.U. auch zu Einschränken nicht notwendiger Dienstleistungen führt - ohne externe Berater.
  • eine Verwaltungsführung, die entscheidet und mit verstärkter Projektarbeit innerhalb der Verwaltung Entscheidungswege stark verkürzt und schneller macht.
  • mehr mobile Arbeitsplätze, die von mehreren genutzt werden, um Büroraumkapazitäten effektiver zu nutzen und weniger Büroräume neu schaffen zu müssen.
  • eine innerbetriebliche Kommunikation aufbauen, die schneller und effektivere Zusammenarbeit ermöglicht und sicherstellt.